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Dahinter stecken zwölf kluge Köpfe – Wer sind die neuen Herren der „Frankfurter Rundschau“?



Seit 1. März wird die „Frankfurter Rundschau“ („FR“), nicht aber die bisher mit dem Verlag verbundene Druckerei, in einer „unabhängigen Verlags- und Redaktionsgesellschaft“ weitergeführt. Mit diesem Schritt wollen die Führungsgremien der beteiligten Verlage einen „Beitrag zum Erhalt der Meinungsvielfalt im Rhein-Main-Gebiet und zur Sicherung eines Teils der redaktionellen Arbeitsplätze“ leisten.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH (FAZ GmbH) und die Frankfurter Societät GmbH (FS GmbH) übernehmen gemeinsam die „FR“-Titelrechte, ihre Print- und Digitalprodukte, Kundenstämme sowie 28 Mitarbeiter aus der Redaktion (insgesamt waren bei der „FR“ rund 400 Personen beschäftigt). Diese Stammredaktion wird ihre Arbeit künftig schwerpunktmäßig auf die Regionalberichterstattung ausrichten. Unterstützt werden sie dabei durch den ortsansässigen Redaktionsdienstleister Pressedienst Frankfurt (PDF), mit dem die „Frankfurter Rundschau“ bereits zusammenarbeitet. Die überregionalen Mantelseiten sollen einstweilen weiterhin durch die DuMont Redaktionsgemeinschaft in Berlin zugeliefert werden. Wie sich langfristig der Stellenwert der überregionalen Berichterstattung entwickeln wird, bleibt zunächst offen. Der Druck der „Frankfurter Rundschau“ wird künftig in der Druckerei der Frankfurter Societät in Mörfelden erfolgen.

Die überregionale „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ („FAZ“), die FS GmbH mit der Regionalzeitung „Frankfurter Neue Presse“ (FNP) und die „FR“ bündeln also künftig weite Teile ihrer Verlagsgeschäfte mit der Zielsetzung der „Meinungsvielfalt im Rhein-Main-Gebiet“. Dieses zählt zu den dicht besiedelten, wirtschafts- und einkommensstarken sowie attraktiven kaufkräftigen Regionen Deutschlands. Beste Voraussetzungen also in einem solchen Speckgürtel vor allem für einen koordinierten regionalen Werbeeinsatz von verbreitungsstarken Qualitätszeitungen.

In diesem Sinne bestand seit langem bereits auf den Feldern der Verwaltung und Regionalvermarktung eine Kooperation der „FAZ“ und Frankfurter Societät. Ziel der „FR“-Übernahme ist deren Sanierung und wirtschaftliche Gesundung, indem die Synergien bestehender Technik-, Verwaltungs- und vor allem Vermarktungsstrukturen genutzt werden. Künftig geht es im erweiterten Verbund mit der „FR“ im Trio darum, die Verlagsgeschäfte der drei Printtitel noch effizienter zu strukturieren und dabei die Position vor allem im attraktiven regionalen Werbemarkt des Rhein-Main-Ballungsgebietes auszubauen.

Die neue GmbH, die die „FR“ aufnehmen wird, hieß früher Medien-Vertriebsgesellschaft Frankfurt-Ost mbH und war ein Ableger der Frankfurter Societät. Dann stieg am 20. Februar die FAZ GmbH mit 40 Prozent ein, die Mehrheit von 60 Prozent verblieb bei der FS GmbH. Sodann nannten die Gesellschafter ihr Gemeinschaftsunternehmen für ein paar Tage Frankfurter Societäts Beteiligungs GmbH und erhöhten das Stammkapital von 26.000 auf 500.000 Euro, bevor die Firma in Frankfurter Rundschau GmbH (FR GmbH) geändert wurde.

Karl Gerold Stiftung soll die Unabhängigkeit sichern

Dritter im Bunde ist die wohltätige Karl-Gerold-Stiftung, die an der Zeitung beteiligt bleiben soll und deshalb aus dem Bestand der beiden anderen Gesellschafter zur künftigen Sicherung der redaktionellen Unabhängigkeit der „FR“ als Traditionszeitung jeweils fünf Prozent erhält. Die 1977 nach dem letzten Willen von Karl Gerold (1906-1975), dem langjährigen Hauptgesellschafter, Herausgeber und Chefredakteur der „Frankfurter Rundschau“, gegründete Stiftung ist laut Vertrag „nicht an der Finanzierung der Gesellschaft und des Unternehmens beteiligt“, wirkt aber „bei der Sicherstellung der redaktionellen Unabhängigkeit der ‚FR‘ mit“ und erhält dafür eine jährliche Vergütung in Höhe von 50.000 Euro.

Die FR GmbH ist der Präambel der Karl-Gerold-Stiftung verpflichtet: „Die Gesellschaft stellt insbesondere sicher, dass die ‚Frankfurter Rundschau‘ eine unabhängige, politisch engagierte, links-liberale Tageszeitung ist und bleibt, verpflichtet dem Geist des Grundgesetzes und den Menschenrechten und ständig eintretend für das unbedingte Prinzip der Demokratie und für soziale Gerechtigkeit. Demgemäß sind die vom Unternehmen verlegten und/oder herausgegebenen Publikationen in voller Unabhängigkeit von Regierungen, Parteien, Konfessionen und Interessengruppen zu gestalten. In den Anstellungsverträgen der Redakteure ist die verlegerische Haltung im Sinne von Satz 1 dieses Absatzes festzuhalten.“

In der Satzung der alten Druck- und Verlagshaus Frankfurt am Main GmbH hatte Karl Gerold auch die überregionale Verbreitung der „FR“ verankern lassen. Sie wird im Gesellschaftsvertrag der neuen GmbH nicht mehr erwähnt. Im Übrigen nimmt die Gerold-Stiftung – abgesehen von der Garantiedividende – „nicht an der Gewinnverteilung teil“, während die FS GmbH und die FAZ GmbH „Anspruch auf je die Hälfte des ausschüttungsfähigen Jahresergebnisses“ haben.

Fünf Herausgeber und sieben Stifte-Köpfe

Hinter den beiden gewinnberechtigten Financiers steht als treusorgende Konzernmutter ebenfalls eine Stiftung. Die FAZIT-Stiftung Gemeinnützige Verlagsgesellschaft mbH besitzt exakt 94,99 Prozent der Anteile an der FS GmbH (Stammkapital: 30 Mio. Euro) und etwas mehr als 93,70 Prozent der FAZ GmbH (Stammkapital: 36,784 Mio. Euro). Die FS GmbH und die FAZ GmbH agieren in dieser Konstellation als Schwesterunternehmen unter dem Dach der FAZIT-Stiftung. Es ist naheliegend, dass die Unternehmen der Stiftung vor allem in ihren gemeinsamen regionalen Märkten gemeinsam agieren. So halten sie jeweils 50 Prozent an der Zeitungsanzeigengesellschaft Rhein Main Media mbH, welche die regionalen Geschäfte titelübergreifend vermarktet.

Die Vorteile liegen im jetzt erweiterten Verbund mit der „FR“ auf der Hand: Alle drei Zeitungstitel sind mit ihren unterschiedlichen Konzepten als eingeführte Qualitätsmedien mit stabilen, überwiegend sich ergänzenden Käuferschaften insbesondere in der Rhein-Main-Region akzeptiert. Daher ist es plausibel, dass die „FR“ ihren redaktionellen Fokus künftig noch stärker auf die Regionalberichterstattung dieses Ballungsraumes richten wird.

Die FAZ GmbH ist direkt mit 5,01 Prozent an der FS GmbH beteiligt, während die übrigen Anteile der FAZ GmbH von den fünf Mitgliedern des Herausgeber-Gremiums der beiden Printpretiosen „FAZ“ und „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ („FAS“) sowie des Nachrichtenportals „FAZ-NET“ gehalten werden:

Dr. Günther Nonnenmacher (64), Herausgeber seit Neujahr 1994, trat im Oktober 1982 in die politische Redaktion der „FAZ“ ein und wurde dort 1986 verantwortlich für die Außenpolitik (Autorenkürzel: Nm.). Er ist Honorarprofessor für Politik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Leipzig.

Dr. Frank Schirrmacher (53), ebenfalls seit Anfang 1994 Herausgeber, ist seit Juli 1985 Feuilletonredakteur der „FAZ“ und leitete von 1989 bis 1993 die Redaktion Literatur und literarisches Leben (Kürzel: Schi.). Er mehrt seinen Ruhm als Bestseller-Autor („Das Methusalem-Komplott“), sein jüngstes Werk trägt den Titel „Ego – das Spiel des Lebens“.

Berthold Kohler (51), Herausgeber seit 1999, gehörte zu den ersten sechs Volontären, die von der „FAZ“ ausgebildet wurden. Per Oktober 1989 trat er in die politische Nachrichtenredaktion ein, berichtete ab Juni 1991 als Korrespondent aus Prag und später aus Wien (Kürzel: bko.).

Holger Steltzner (50), Herausgeber seit August 2002, kam im Februar 1993 in das Finanzressort der „FAZ“ und zeichnete ab Januar 1999 als verantwortlicher Redakteur für das Ressort Finanzmarkt (Kürzel: hst.).

Prof. Werner D’Inka (58) wurde im März 2005 in das Herausgebergremium berufen. Er schrieb und sendete ab 1980 im Ressort Tele-FAZ. Von 1986 an arbeitete er im Ressort Chef vom Dienst und war ab 1991 CvD der „FAZ“ (Kürzel: nka.). D’Inka übernimmt regelmäßig Lehraufträge der Universität Siegen sowie der Universität der Künste in Berlin.

Durch Vertrag ist den Herausgebern anvertraut, „die geistige, politische und wirtschaftliche Haltung“ der „FAZ“-Medien zu bestimmen. Zu diesem Zweck halten sie jeweils einen repräsentativen Anteil der FAZ GmbH im Nennwert von 463.000 Euro. Diese kleinen, aber feinen Geschäftsanteile (knapp 1,26 %) sind laut Satzung „zwar stimm-, nicht jedoch gewinnberechtigt; sie sind nicht vererbbar und gehen beim Ausscheiden eines Herausgebers in die Hand des Nachfolgers über“.

Die FAZIT-Stiftung hält seit ihrer Gründung am 22. April 1959 die ausschlaggebende Mehrheit der Anteile und sichert so „die Unbeeinflussbarkeit der ‚FAZ‘ unwiderruflich“. Anfang 1989 fusionierte die FAZIT-Stiftung mit der Imprimatur-Stiftung Gemeinnützige Gesellschaft mbH Hermann Hummel Gesellschaft und übernahm auch die Mehrheit an der damaligen Frankfurter Societäts-Druckerei GmbH mit der „FNP“. Die Imprimatur-Stiftung war bereits seit 1929 an der liberalen „Frankfurter Zeitung“ (1856-1943) beteiligt, deren traditionsreichen Titel die „FAZ“ seit 1959 in ihrem Impressum führen darf.

Die Mitglieder des Kuratoriums der FAZIT-Stiftung sind gleichzeitig Gesellschafter und halten jeweils einen Geschäftsanteil von nominal 10.000 Euro. Die aktuellen Stifte-Köpfe sind:

Dr. Jens Odewald (72), vormals Aufsichtsratsvorsitzender der Tchibo Holding AG in Hamburg und Vorstandschef der Kaufhof AG in Köln.

Dr. Thomas Schmitt (72), Verleger und Herausgeber der „Fuldaer Zeitung“.

Prof. Dr. Alfred A. Schüller (75), Wirtschaftswissenschaftler an der Philipps-Universität in Marburg.

Prof. Dr. h.c. Ludwig Georg Braun (69), Unternehmer und ehemaliger Vorstandsvorsitzender des Pharma- und Medizinbedarfsunternehmens B. Braun Melsungen AG in Melsungen.

Prof. Dr. Michael Hoffmann-Becking (70), Rechtsanwalt und Partner der Sozietät Hengeler Mueller in Düsseldorf. Er war von 1984 bis 2004 Mitglied im Aufsichtsrat der Bertelsmann AG in Gütersloh.

Prof. Dr. Wolfgang Bernhardt (77), früher Generalbevollmächtigter der Friedrich Flick KG und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Korf-Stahl AG. Er war von 2001 bis 2008 Mitglied des internationalen Revisoren-Kollegiums bei der Präfektur für die wirtschaftlichen Angelegenheiten des Heiligen Stuhls in Rom.

Prof. Dr. Dr. Andreas Barner (60), seit Juli 1991 Mitglied und seit 2009 Vorsitzender der Unternehmensleitung des Pharmaunternehmens C.H. Boehringer Sohn AG & Co. KG in Ingelheim.

Zwei weitere Anteile in gleicher Höhe befinden sich im Eigenbesitz der FAZIT-Stiftung. Scheidet einer der Kuratoren aus, bestimmen die verbleibenden den Nachfolger. Vorsitzender des Kuratoriums und geschäftsführender Gesellschafter ist Wolfgang Bernhardt; stellvertretender Vorsitzender ist Thomas Schmidt. Als zweiter Geschäftsführer der Stiftung zeichnet Michael Spankus, langjähriger Prokurist und Betriebsratsvorsitzender der FAZ GmbH.

Die FAZIT-Stiftung hat alles unter Kontrolle

Die Beratung und Kontrolle der Verlagstöchter ist klar geregelt. Wolfgang Bernhardt führte von 2006 bis 2013 den Aufsichtsrat der FAZ GmbH, bleibt wie bisher Vorsitzender des Gesellschafterausschusses der FS GmbH und Vorsitzender des Kuratoriums der FAZIT-Stiftung. Bernhardt gilt als graue Eminenz unter den klugen Köpfen mit großen Verdiensten um die „FAZ“, insbesondere von 2003 bis 2005 als Vorsitzender der „FAZ“-Geschäftsführung.

Zum Stellvertreter und Nachfolger im Aufsichtsrat der FAZ GmbH wählte er 2011 Karl Dietrich Seikel (66), der sich von 1991 bis 2007 als Geschäftsführer im Spiegel-Verlag einen Namen gemacht hatte, danach von 2008 bis Ende 2010 als Medienkoordinator der Freien und Hansestadt Hamburg agierte und als freier Medienberater von Hamburg aus aktiv in der Verlagsbranche ist. Seikel kennt sich auch im Geschäft von Qualitätszeitungen aus, denn er war von 1996 bis 2011 Verwaltungsrat bei der Tamedia AG in Zürich.

Weitere Aufsichtsratsmitglieder der „FAZ“ sind die FAZIT-Kuratoren Braun und Hoffmann-Becking sowie der aktuelle Alterspräsident des Deutschen Bundestages Prof. Dr. Heinz Riesenhuber (77), von 1982 bis 1993 Bundesminister für Forschung und Technologie, und Prof. Dr. Wilhelm Simson (74), früher Vorstandsvorsitzender von E.ON. Den Gesellschafterausschuss der FS GmbH bilden die FAZIT-Häuptlinge Bernhardt und Schmitt mit dem Unternehmensberater Prof. Dr. Jürgen Althans (62). Althans blickt auf eine langjährige Karriere bei Gruner + Jahr zurück, u.a. als Verlagsleiter der „Geo“-Gruppe und der G+J-Wirtschaftspresse.

Die Gesellschafterversammlung der FR GmbH kann ebenfalls einen mindestens dreiköpfigen Beirat einrichten: „Die Beiratsmitglieder sollen aus dem Kreis wichtiger Persönlichkeiten gewählt werden. Sie sollen über die Sachkenntnis und wirtschaftliche Erfahrung verfügen, die dem Umfang und der Bedeutung entsprechen. Der Beirat hat ausschließlich beratende Funktion.“

Die Geschäftsführung der neuen FR GmbH ist bereits geregelt. Bestellt wurde Hans Homrighausen (55), der gemeinsam mit Burkhard Petzold (58) auch die Geschäfte der FS GmbH führt. Die FAZ GmbH hat ebenfalls zwei Geschäftsführer: Tobias Trevisan (53) und Dr. Roland Gerschermann (64).

Arnd Festerling (52), seit Juli 2012 Chefredakteur der „Frankfurter Rundschau“, kündigte an, dass er nur noch für eine Übergangszeit zu Verfügung stehe, sich aber an der Suche nach einem Nachfolger beteiligen werde. Die Auswahl des Chefredakteurs erfolgt nach Beratung mit der Karl-Gerold-Stiftung. Seine Benennung erfordert den einstimmigen Beschluss aller Gesellschafter. Der neue Redaktionsleiter könnte „mit seinem Einverständnis“ zum weiteren Geschäftsführer bestellt werden.

Auf den ersten Blick können Partner kaum unterschiedlicher sein als die „Frankfurter Allgemeine“ und die „Frankfurter Rundschau“, trotz ihres weitgehenden Verbreitungsmonopols im Zeitungsangebot für das Rhein-Main-Gebiet. Dennoch gibt es große Übereinstimmungen in den publizistischen Essentials, die Qualitätszeitungen ausmachen: Beide Redaktionen fühlen sich seit ihrer Gründung vor allem der Wahrheit verpflichtet:

• „Der neuen Zeitung zum Geleit!“ postulierten am 1. August 1945 die Gründungs-Lizenzträger der „FR“ – Karl Gerold stieß erst am 15. April 1946 dazu – in einem gemeinsamen Leitartikel: „Zwölf Jahre lang war unser Leben beherrscht von der Lüge des Goebbels und seiner Kreaturen. Die Lüge hat in den vergangenen zwölf Jahren den deutschen Volkscharakter in verheerender Weise angegriffen. Die Lüge ist eines der vielen Hindernisse bei den Anstrengungen zum Wiederaufbau. Die ‚Frankfurter Rundschau‘ wird ihren Beitrag leisten, dieses Nazi-Übel radikal auszumerzen.“

• Vier Jahre später strebten die Gründerväter der „FAZ“ eine Zeitung an, „die für die Idee der Sozialen Marktwirtschaft werben und sich an nachdenkliche Menschen aus allen Berufen und Altersgruppen richten sollte“. Für solch eine Zeitung, schrieben sie in der ersten Ausgabe vom 1. November 1949, müsse „die Wahrheit der Tatsachen heilig sein. Und sie müsste auch Andersdenkenden gegenüber immer Gerechtigkeit walten lassen.“

Die beiden Stiftungen verfolgen durchaus vergleichbare, in einigen Formulierungen sogar identische Ziele:

• Zweck der Karl-Gerold-Stiftung ist „die Förderung von Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, insbesondere auf dem Gebiet des Zeitungswesens und des graphischen Gewerbes“. Im Regelfall fördert sie Studiengänge unabhängiger Institute wie Deutsche Journalistenschule in München und Berliner Journalistenschule.

• Die FAZIT-Stiftung fördert ebenfalls „Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung“ und verwendet die Erträge aus ihren Beteiligungen ausschließlich für gemeinnützige Zwecke. Sie unterstützt damit Universitäten, Hochschulen, Forschungsinstitute oder Museen, vergibt Stipendien und stiftet Preise für wissenschaftliche oder journalistische Bestleistungen.

Im Hinblick auf die überregionalen Leser- und Anzeigenmärkte, auf denen die Titel der beteiligten Verlage tätig sind, hatte das Bundeskartellamt keine Bedenken. Problematisch waren aber die regionalen Märkte im Raum Frankfurt/Rhein-Main, auf denen „die Entstehung und Verstärkung einer marktbeherrschenden Stellung der Erwerberin zu erwarten“ sei. Kartellamts-Präsident Andreas Mundt (52): „Bei insolvenzbedrohten Unternehmen läuft die Fusionskontrolle unter besonderen Voraussetzungen. Wir haben hier eine sogenannte Sanierungsfusion geprüft und im Ergebnis bejaht.“

(Text: Jens J. Meyer)

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