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Aus Gruner Druck wird der G+J-Unternehmensbereich Druck – drei Jahrzehnte im harten Wettbewerb des deutschen und europäischen Tiefdruckmarktes (1971 – 2005)



1970: Für 40 Millionen Mark beteiligt sich G+J mit 24,75 Prozent am Spiegel-Verlag. Weitere 25 Prozent hält Rudolf Augstein selbst, 50 Prozent schenkt er den „Spiegel”-Mitarbeitern, die durch eine Beteiligungsgesellschaft Mitentscheidungsrecht in der Gesellschafterversammlung besitzen. Der Spiegel-Verlag und G+J vereinbaren eine Zusammenarbeit bei Druckherstellung, Vertrieb, Marktforschung und Datenkommunikation. G+J erhält ein Optionsrecht auf den Druckauftrag des „Spiegel“, den das Unternehmen aber erst ab 1990 wahrnehmen kann.

1971: Die technische Führungsrolle der Itzehoer Druckerei bringt es mit sich, dass dort von Zeit zu Zeit die neuesten Entwicklungen im Tiefdruck vorgeführt werden. Fachleute des Itzehoers Betriebs beteiligen sich an der Entwicklung einer Rotationsmaschine, mit der eine neue Generation im Druckmaschinenbau eingeleitet wird. Als vier Jahre später das erste Exemplar dieses Typs bei G+J aufgestellt wird, leistet die Maschine bei zwei Meter Arbeitsbreite über 45.000 Zylinderumdrehungen in der Stunde.

1973: Bei einer Neuordnung der Firmenstruktur wird die Gruner + Jahr AG & Co KG in vier Unternehmensbereiche gegliedert. Den Unternehmensbereich Druck (UBD) übernimmt im Februar Gerd Schulte-Hillen. Ein halbes Jahr später wird er in den G+J-Vorstand berufen.

Schulte-Hillen erweist sich als exzellenter Druckerei-Manager und Vertrauter von Reinhard Mohn: Im Juni 1971 übernahm er als technischer Leiter der Bertelsmann-Offsetdruckerei Printer Industria Grafica in Barcelona seinen ersten Auslandsauftrag. 1972 baute er für Bertelsmann eine weitere Druckerei, Printer Portuguesa, in der Nähe von Lissabon auf. Bei Gruner Druck in Itzehoe ist Schulte-Hillen in den beiden folgenden Jahren für notwendige Sanierungsmaßnahmen verantwortlich. Parallel hierzu wird ein langfristiges Investitionsprogramm eingeleitet. Auf diese Weise hat Schulte-Hillen wesentlichen Anteil daran, dass sich Gruner Druck in den 70er Jahren rasch zu einer der größten und modernsten Tiefdruckereien Europas entwickelte.

G+J und der Süddeutsche Verlag legen ihre Münchner Tiefdruckbetriebe zur Süddruck GmbH Süddeutsche Druckerei KG zusammen. Beide sind zu je 50 Prozent Gesellschafter. Sie stellen ein Jahr später die Geschäftstätigkeit der Tiefdruckerei Süddruck GmbH & Co ein: Im Tiefdruckmarkt vollziehen sich erste Marktbereinigungen.

1974 ist das Jahr einer tiefen Rezession. Mit der ersten Ölkrise steigen die Preise, während mit den relativ fallenden Löhnen auch die Nachfrage nach Printmedien sinkt. Die Bilanz der Druckbranche ist von dieser Talfahrt empfindlich mitbetroffen: Umsätze stagnieren, Papierpreise steigen, Investitionspläne werden verschoben, es gibt Entlassungen. Im Ergebnis führen Kostensteigerung und rückläufige Aufträge zum Preisverfall auf dem Tiefdruckmarkt. Auch Gruner Druck ist von dieser Marktentwicklung betroffen und muss verstärkt Kosten senken, gleichwohl sind zur Erzielung von Kostenvorteilen weitere Investitionen unumgänglich.

1976: Im G+J-Unternehmensbereich Druck in Itzehoe wird eine neue zwei Meter breite Tiefdruckrotationsmaschine in Betrieb genommen, mit der innerhalb von einer Stunde (mehr als) 40.000 48-seitige Zeitschriften im „Stern”-Format bzw. 40.000 56-seitige Zeitschriften im „Spiegel”-Format gedruckt werden können. Im März 1977 überschreitet die Druckauflage des „Stern“ erstmals die Zwei-Millionen-Grenze.

G+J beteiligt sich mit 70 Prozent an der Gründung der Spezialdruckerei Polytransfer Print GmbH & Co. KG in Itzehoe. Diese Druckerei ist spezialisiert auf den Umdruck von Papier auf Stoff unter Hitzeeinwirkung. Die restlichen 30 Prozent an der Polytransfer Print GmbH & Co. KG erwirbt G+J Anfang 1979.

1978 ist das Rezessionstal durchschritten, der G+J-Unternehmensbereich Druck erzielt mit 2.759 Mitarbeitern einen Umsatz von 467,6 Millionen Mark. Das ist, verglichen mit den Zahlen des Jahres 1948 eine Steigerung des Pro-Kopf-Umsatzes um das 25-fache. Diese eindrucksvolle Entwicklung, die in 100 Jahren aus einer kleinen Papierhandlung die führende deutsche Tiefdruckerei macht, zeugt einerseits von der immensen Steigerung der Produktivität im Tiefdruck. Andererseits verschärft sich für den G+J-Unternehmensbereich Druck zunehmend der internationale Wettbewerbsdruck, dem langfristig nur mit einer technologischen Spitzenposition und permanenten Rationalisierungsinvestitionen begegnet werden kann.

Brown Printing in den USA

Brown Printing in den USA

1979: Durch den Kauf der Brown Printing Company mit Hauptsitz in Waseca (Minnesota) betrat Gruner Druck 1979 den US-Druckmarkt mit den Offsetdruckereien in Waseca und East Greenville (Pennsylvania) sowie einer Tiefdruckerei in Franklin (Kentucky). Im Laufe der Jahre werden drei Betriebsstätten der Riverside Publishing Company in Kalifornien und drei weitere Offsetdruckereien rund um Woodstock (Illinois) erworben.

1980: In Hamburg ersetzt G+J in der Satztechnik die jahrhundertealte Technik des Bleisatzes durch Lichtsetzmaschinen.

1981: Dr. Manfred Fischer übergibt den G+J-Vorstandsvorsitz an Gerd Schulte-Hillen, seit 1973 Leiter des Unternehmensbereiches Druck. Fischer wechselt in gleicher Position zur Bertelsmann AG nach Gütersloh. Stellvertretender Vorsitzender wird Dr. Jan Hensmann. Dr. Jochen Frangen wird ab 28. August neues Vorstandsmitglied, zuständig für den Unternehmensbereich Druck.

1984: G+J steigt in die neuen elektronischen Medien ein und gründet gemeinsam mit Bertelsmann die Ufa-Film- und Fernseh-GmbH. Damit wird G+J im Oktober auch Partner des privaten Fernsehsenders RTL, an dem die Ufa mit 37,1 Prozent beteiligt ist, und später auch vom Pay-TV-Programm Premiere, von Vox und RTL2 sowie von verschiedenen Radiosendern. Im Geschäftsjahr 1996/97 wird diese Beteiligung an die Bertelsmann AG verkauft. Das Privatfernsehen gewinnt an Bedeutung im Medienmarkt und verschärft die Konkurrenz zu Printmedien im Käufer- und Anzeigenmarkt: Es zeigen sich bei Print erste Grenzen des Wachstums.

1986: Im Unternehmensbereich Druck werden neue Technologien gewinnbringend eingesetzt: Mit neuen 260 cm breiten Maschinen wird im Rahmen von Ersatzinvestitionen die gleiche Produktion bewältig wie früher mit fünf alten Maschinen. Allerdings ergeben sich aus diesem technischen Fortschritt durchaus auch Beschäftigungsprobleme: 200 bis 300 Druck-Mitarbeiter könnten dadurch „überflüssig” werden. In einer ländlichen Region wie Itzehoe ist das besonders problematisch. Um Entlassungen zu verhindern, schließt daher der Betriebsrat mit der Geschäftsleitung des Unternehmensbereiches Druck ein Rationalisierungsschutzabkommen ab. Für die Druckerei werden zum 1. Juli 1986 die 34,5-Stunden-Woche bei Effektivlohnausgleich sowie eine 18-stündige Produktionszeit am Samstag vereinbart.

1989: G+J tritt im März mit sofortiger Wirkung aus dem Bundesverband Druck aus, eine Reaktion auf den Tarifstreit in der Druckindustrie und den dabei ausgehandelten Kompromiss zur Samstagsarbeit, der den Verlust von ca. 200 Arbeitsplätzen bei G+J bedeuten würde. Damals war in allen Produktionsbereichen abzusehen, dass sich der ständige Anstieg der Produktivität in der Druckbranche rasant beschleunigen werde – durch Beschleunigung der einzelnen Produktionsprozesse, Reduzierung der Produktionskomplexität und Automatisierung der Produktionsabläufe.

Fall der Mauer und Öffnung der DDR-Grenze am 9. November: Die G+J Zeitschriften reagieren schnell auf die aktuellen Ereignisse. Erscheinungstage werden vorgezogen, Sonderhefte geplant, Mehrauflagen kalkuliert, neue Vertriebsstrategien entwickelt und Anzeigen in Windeseile akquiriert, das sind große Herausforderungen an den G+J-Unternehmensbereich Druck. Nach dem Mauerfall sieht der G+J-Vorstand die Chance, mit zunächst großer Euphorie auch im Osten Deutschlands im großen Stil im Druckbereich zu investieren. Der Chefredakteur des „Stern”, Rolf Schmidt-Holtz, wird mit einer G+J-Delegation nach Dresden entsandt und knüpft einen ersten Kontakt zum Grafischen Großbetrieb Völkerfreundschaft. Er ist damals die größte Druckerei der DDR mit rund 3.200 Beschäftigten. In 31 technisch überalterten Betriebsstätten werden Zeitungen, Zeitschriften, Bücher und Broschüren hergestellt; gedruckt wird überwiegend im Offsetdruckverfahren.

1990: Seit Juli wird auch der „Spiegel“ bei Gruner Druck in Itzehoe produziert. Zuvor wurde er 23 Jahre in den Springer-Druckereien in Ahrensburg und Darmstadt gedruckt. G+J hatte als Gesellschafter am Spiegel-Verlag ein Optionsrecht auf diesen Druckauftrag. Aber erst 15 Jahre später sah man bei Gruner Druck die technischen Möglichkeiten, den hohen „Spiegel“-Anforderungen gerecht zu werden und den Druck zu übernehmen. Die Vereinbarung hierzu kam 1987 zustande.

In Dresden übernimmt G+J im Mai 1990 je 49 Prozent der Druckerei VEB Grafischer Großbetrieb Völkerfreundschaft und des Verlags Sächsische Zeitung, in dem die „Sächsische Zeitung“ erscheint. G+J schließt die beiden Betriebe zum Dresdner Druck- und Verlagshaus zusammen. Der erste Schritt sieht den Aufbau einer besonders leistungsfähigen Tiefdruckerei vor. Danach soll eine Zeitungsdruckerei errichtet werden.

1991: Der G+J Vorstand beschließt ein detailliertes Umweltkonzept, das Projekte wie die Umstellung auf Umweltschutzpapier im gesamten Unternehmen vorsieht. Ab der Januar-Ausgabe wird die Kunstzeitschrift „art“ bei gleichbleibender Druckqualität auf chlorfrei gebleichtem Papier gedruckt. Ab 1992 wird dieses Papier für alle G+J Zeitschriften eingeführt.

Im April erwirbt G+J weitere zwei Prozent und damit die Mehrheit (51 Prozent) am Dresdner Druck- und Verlagshaus. Die restlichen 49 Prozent hält bis 1994 der Verlag Rheinische Post in Düsseldorf. Im September 1991 übernimmt G+J einen weiteren Anteil und hält somit 60 Prozent; 40 Prozent werden bis heute von der Medienholding der SPD gehalten.

Ab 1991 wird das Layout der G+J-Zeitschriften schrittweise auf Desk Top Publishing umgestellt. Begonnen wird dieser Umwandlungsprozess in der Redaktion der G+J-Zeitschrift „Sandra“. Die herkömmliche Bearbeitung, also die Einbeziehung externer Satzstudios bzw. des Unternehmensbereiches Druck, weicht dem Macintosh-Redaktionssystem mit „QuarkXPress”.

1994: In Dresden erfolgt am 6. September die Grundsteinlegung der neuen Illustrationsdruckerei, die eine der modernsten Tiefdruckereien wird. Die Druckdaten werden via Satellit angeliefert und der Zylindertransport von der Formherstellung über das Zylinderlager bis zur Druckmaschine soll rechnergesteuert erfolgen. Die Entscheidung ist jedoch an die Voraussetzung gebunden, dass die Mitarbeiter auf Angleichung der Löhne an Westniveau solange verzichten, bis der Betrieb mit Gewinn arbeitet. Mit dem Betriebsrat wird eine Betriebsvereinbarung abgeschlossen, die den 24-Stunden- und Sieben-Tage-Betrieb zulässt. Über die entsprechenden Betriebsvereinbarungen gibt es unvermeidlich Auseinandersetzungen.

G+J stockt die Beteiligung am Druckhaus Friedrichshain auf 100 Prozent auf. Mit dem Bau einer neuen Druckerei für die „Berliner Zeitung” und den „Berliner Kurier” wird auf einem 18.000 Quadratmeter großen Areal in Berlin-Lichtenberg begonnen. 1995 nehmen die neue Zeitungsdruckerei in Berlin und die Illustrationsdruckerei in Dresden den Betrieb auf. Ein Jahr später wird der Betrieb im Druckhaus Friedrichshain eingestellt.

1996: Am 6. September erfolgt die Einweihung der Dresdner Illustrationsdruckerei, die zunächst mit vier Druckmaschinen die Produktion aufnimmt. Mit der Beteiligung von Gruner + Jahr an der Dresdner Druck- und Verlagshaus GmbH & Co KG (DD+V) wird damit ein weiterer Druckstandort in den neuen Bundesländern etabliert, eine der modernsten Tiefdruck-Illustrationsdruckereien Europas. Parallel zu der Expansion in den USA und den neuen Bundesländern wurde auch der Standort Itzehoe kontinuierlich ausgebaut und ständig modernisiert. So wird für die beiden Tiefdruckereien Itzehoe und Dresden ein Zentraler Verkauf eingerichtet. Dieses Profit-Center vertritt angesichts des sich verschärfenden Wettbewerbsdrucks beide Druckbetriebe auf allen europäischen Märkten.

1997: Gruner + Jahr druckt jetzt ein Viertel seiner deutschen Zeitschriften und Zeitungen in eigenen Druckereien in Itzehoe und Dresden. Dabei arbeiten alle G+J-Druckereien nicht nur technisch, sondern auch ökologisch auf höchstem Niveau. Die gesetzlichen Grenzwerte werden eingehalten und oft sogar unterschritten. Der Energie-, Papier- und Farbeinsatz ist so effizient wie möglich. Wichtige Umweltziele bei Gruner Druck sind die Reduzierung von Emissionen und der effiziente Einsatz von Rohstoffen. In den Maßnahmen zur Optimierung der Abluftreinigung und zur Verringerung des Lösemitteleinsatzes bei den Druckfarben ist der G+J-Unternehmensbereich Druck führend.

1999: Dr. Edelbert Schwarze wird neues Vorstandsmitglied. Er ist 1998 der Nachfolger von Dr. Jochen Frangen als Leiter des Unternehmensbereichs Druck. 2002 gibt Schwarze die Leitung des Unternehmensbereichs Druck ab und scheidet aus dem Vorstand von G+J aus. Volker Petersen übernimmt die operative Leitung des Unternehmensbereichs zum 1. April 2002 und berichtet direkt an den G+J-Vorstandsvorsitzenden Dr. Bernd Kundrun. Dr. Jochen Frangen wird ab März Mitglied des Beirates der Vermögensverwaltungsgesellschaft der Jahr-Holding, ebenso für die Jahr-Gruppe Mitglied des G+J-Aufsichtsrates. Frangen übernimmt die Position von Alexander Jahr, der bereits dem G+J-Gründungsaufsichtsrat 1972 angehörte, die Funktion dann nach einer Pause seit 1974 innehatte.

2001: Seit dem 1. Juli wird der „Spiegel” nach langwierigen Verhandlungen für weitere vier Jahre von Gruner Druck in Itzehoe und zusätzlich von der G+J-Druckerei in Dresden produziert. Für solche Großaufträge bieten die Druckereien in Itzehoe und Dresden die Kapazitäten und technischen Standards. Den Tiefdruck zeichnet aus, hohe Qualität auf vergleichsweise preiswerten Papieren drucken zu können. Wirtschaftlich wird dies allerdings erst ab einer Auflage von 250.000 bis 300.000 Exemplaren. Dafür ist der Tiefdruck nach wie vor mit Abstand das günstigste Verfahren, wenn es um sehr hohe Auflagen geht. In Itzehoe werden auf neun Tiefdrucklinien und den anschließenden Verarbeitungseinheiten pro Jahr etwa 240.000 Tonnen Papier verarbeitet.

2002: Die G+J-Druckereien, die in Deutschland den zweiten Rang unter den Tiefdruckereien und in den USA Platz vier unter den Magazindruckereien einnehmen, spüren die negativen Auswirkungen der anhaltenden weltweiten Anzeigenflaute, der zunehmenden Stagnation der hochauflagigen Zeitschriften sowie der wachsenden Fragmentierung des Zeitschriftenangebotes in eine Titelvielfalt mit eher kleinen Auflagen. Die Druckerlöse sind von 577 Millionen Euro in 2001 auf 558 Millionen Euro im Jahr 2002 gesunken. In den USA ist die Druckereiauslastung hingegen gestiegen. Rückgänge können noch durch Neuaufträge kompensiert werden.

2004: Gruner Druck feiert am 30. Mai das 125-jährige Bestehen in Itzehoe mit einem „Tag der offenen Tür“. Die Daten + Fakten von Gruner Druck im Überblick liefern beeindruckende Kennziffern insbesondere der letzten 35 Jahre:

Die Zahl der Mitarbeiter von Gruner Druck liegt 2004 bei 1.265. Die Anzahl der produzierten Zeitschriften beträgt 30. Das ergibt pro Monat ca. 42 Millionen gedruckte Zeitschriftenexemplare. Pro Jahr errechnet sich daraus eine Druckauflage von ca. 500 Millionen Exemplaren. Der inländische Druck-Anteil beträgt 2004 71 Prozent, der aus dem Ausland 29 Prozent. Der Anteil in Itzehoe gedruckter Zeitschriften aus dem Haus Gruner + Jahr liegt bei 30 Prozent, die Magazine fremder Verlage (wie „Spiegel“ und „auto, motor und sport“) machen 23 Prozent aus. Von Bertelsmann kommt ein weiterer Druckanteil von 16 Prozent. Der Anteil von Akzidenz-Druckaufträgen liegt bei 31 Prozent.

Der Papierverbrauch pro Jahr liegt 2004 bei 230.000 Tonnen, die Druckleistung der neuen 3,64-Meter-Tiefdruckmaschine „M80” beträgt pro Stunde ca. 44.000 Exemplare, das entspricht ca. 2,4 Millionen bedruckten Einzelseiten pro Stunde. Mit dem Binnenmarkt in Europa sind auch die Tiefdruckmärkte gewachsen und damit der Wettbewerb um Produktivitätszuwächse und Aufträge von einem größer werdenden Kreis potenzieller Kunden. Dieser verschärften Konkurrenz sind selbst große und hochmoderne Tiefdruckereien allein nicht gewachsen. Daher werden weitere Kooperationen angestrebt.

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