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Thesenpapier der Nationalen Initiative Printmedien



Immer weniger Kinder und Jugendliche lesen Zeitungen und Zeitschriften. Das wird von weiten Teilen der Gesellschaft und der Politik inzwischen als Problem erkannt. Denn trotz elektronischer Angebote werden Printmedien auch künftig eine wichtige Rolle bei der Meinungs- und Willensbildung spielen.


Kulturstaatsminister Bernd Neumann

Kulturstaatsminister Bernd Neumann


Um das Interesse gerade junger Menschen für Zeitungen und Zeitschriften zu fördern, hat der Beauftragte für Kultur und Medien, Bernd Neumann, 2008 die „Nationale Initiative Printmedien – Zeitungen und Zeitschriften in der Demokratie” (NIP) gestartet - ein auf Dauer angelegter Zusammenschluss von Politik, Verleger- und Journalistenverbänden, Pressegroßhändlern sowie diversen Einrichtungen der Leseförderung und der politischen Bildung. Die NIP soll Schülerinnen und Schüler über die Bedeutung von Medien- und Meinungsvielfalt aufklären und sie an einen mündigen Umgang mit Zeitschriften und Zeitungen heranführen.

Thesenpapier der Nationalen Initiative Printmedien

Als Grundlage und Handlungsrahmen der NIP wurden auf der Jahrestagung vor einigen Tagen
folgende Thesen formuliert:

1. Zeitungen und Zeitschriften bleiben im Internetzeitalter politische Leitmedien. Sie sind deshalb für eine lebendige Demokratie auch in Zukunft unverzichtbar.

2. Redaktionen, Verlage und Pressevertriebe haben die wichtige gesellschaftliche Aufgabe, auf privatwirtschaftlicher Grundlage ein qualitativ hochwertiges, vielfältiges, für jedermann erschwingliches und überall erhältliches Zeitungs- und Zeitschriftenangebot bereit zu stellen. Der Staat hat die Pflicht, die dafür notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen.

3. Junge Menschen lesen heute immer weniger Zeitungen und Zeitschriften. Im Zentrum ihrer Mediennutzung stehen elektronische Angebote. Mit dieser bereits seit langem zu beobachtenden Entwicklung geht ein signifikanter Rückgang des Interesses von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen an politischen und gesellschaftlichen Fragen einher. Das ist der Demokratie langfristig abträglich.

4. Es ist deshalb ein Gebot der Stunde, junge Menschen wieder für das Lesen von Zeitungen und Zeitschriften zu begeistern und ihnen den besonderen Wert des gedruckten Wortes und professioneller journalistischer Leistungen zu vermitteln. In einer immer komplexer und unübersichtlicher werdenden Medien- und Alltagswelt sind Eltern und Schulen mit dieser Aufgabe aber ohne Unterstützung von außen zunehmend überfordert. Staat, Medienschaffende, Medienunternehmen und verschiedene gesellschaftliche Einrichtungen müssen Eltern und Schulen daher tatkräftig unterstützen. Um ihre Wirksamkeit zu erhöhen, müssen die verschiedenen Aktivitäten auf diesem Gebiet gebündelt werden.

5. Die NIP hat sich dieser Aufgabe verschrieben. Sie unterstützt auf vielfältige Weise bundesweit die von den einzelnen Initiativpartnern betriebenen Einzelprojekte zur Leseförderung mit Zeitungen, Zeitschriften und verstärkt damit deren Wirkung und bringt das Thema ‚Printmedien und Demokratie‘ in das Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit. Darüber hinaus aktiviert sie Redaktionen, Verlage und Pressegroß- händler ‚vor Ort‘, an Maßnahmen zur Leseförderung mitzuwirken. Ziel ist, die Leseförderung mit Zeitungen und Zeitschriften zu einem selbstverständlichen Teil des Alltags in Schulen und Bildungseinrichtungen werden zu lassen.

Auf der Website des Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien wird für die NIP unter der Adresse www.nationale-initiative-printmedien.de eine Informationsplattform betrieben, die sich an alle interessierten Institutionen, Vereinigungen und Bürger, insbesondere aber an Schüler, Lehrer und Eltern richtet.

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