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Erfolg bei Frauen - Klambt weiß, wie’s geht



Ein ganz großer Player im Frauenmarkt, die Bauer Media Group, setzt auf schlanke Strukturen und titelübergreifende Ressorts, um die Kosten in Schach zu halten. Die Halbwertzeit von Chefredakteuren ist kürzer geworden, das Pressevertriebssystem wird mit Kritik sowie Spannendiskussionen überzogen, und gleichzeitig wird um den Lebensmitteleinzelhandel gebalzt.

Wer trifft bei Frauenzeitschriften den Nerv der Leserinnen am besten?

Bleibt die Frage nach den Interessen der Käuferinnen. Ob ein Titel deren Nerv trifft oder nicht unterliegt wohl anderen Kriterien als Spannenpolitik oder Distributionssystemen. So hat der David des Frauenzeitschriftenmarktes, der Klambt Verlag, offenbar eine unwiderstehliche Art, um Frauen zu werben. Der Vergleich der IVW-Auflagen im Jahresdurchschnitt von 2009 (4 Quartale) und 2010 (3 Quartale) der Frauenzeitschriften zeigt, dass sich die Damen von Goliath Bauer ab- und David Klambt zuwenden.

Abonnements Einzelverkauf
Exemplare % Exemplare %
Bauer 2009 502.971 100,0 4.419.619 100.0
Bauer 2010 495.841 98,6 4.157.151 94,1
Verlust -7.130 1,4 -262.468 5,9
Klambt 2009 67.750 100,0 1.152.972 100,0
Klambt 2010 80.541 118,9 1.231.420 106,8
Gewinn 12.791 18,9 78.448 6,8

Bauer 20 Titel, Klambt (ohne „Grazia“) 10 Titel

Redaktionelle Leistung passt nicht in Excel-Tabellen

Noch ist das Jahr nicht gelaufen – es fehlt das IV. Quartal zum Jahresdurchschnitt 2010, aber immerhin liegt Klambt in der Zielgraden vorn. Mit den üblichen und beliebten rechnerischen Parametern ist die Auflagenperformance von Klambt kaum zu erklären. Vielleicht frönt Klambt auch nicht so sehr der redaktionellen Gleichschaltung wie Bauer und lässt den Titeln mehr Eigenständigkeit.

Für das wöchentlich erscheinende People-Blatt „OK!“ hat Klambt gerade den profilierten Journalisten „Doc“ Schneider engagiert. Für Schneider, vorher bei Bauer „erster Journalist“, gab es dort keinen Wirkungskreis mehr. Wohltuend jedenfalls wäre die Erkenntnis, dass der Erfolg bei Frauen wieder mehr durch die redaktionelle Leistung und weniger durch die Excel-Tabellen der Controller erzielt wird.

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