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09/12 | Politik mit der Frauenquote / Entberlusconisierung des Saarlandes / WAZ geordnet



Frauenquoten von Links bis Bayern

Die Frauenquote im Deutschen Bundestag beträgt nur 32,9 %. Sie liegt damit weit unter dem Anteil der weiblichen Bevölkerung von 50,9 %. Allerdings weisen die im Bundestag vertretenen Fraktionen sehr unterschiedliche Frauenanteile aus: Linke 55,3 %, Grüne 52,9 %, SPD 39,0 %, FDP 25,8 %, CDU/CSU 19,2 % (CSU-Landesgruppe nur 13,6). Die Frauenquote im Bundeskabinett von Dr. Angela Merkel (58) erreicht immerhin 37,5 %.


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Saarland ohne „Berlusconi“

Die Medienszene an der Saar ist sehr übersichtlich. Der Saarländische Rundfunk (SR) sendet, und die Saarbrücker Zeitung (SZ) versendet. Den öffentlich-rechtlichen SR kontrolliert ein Rundfunkrat, dessen 35 Mitglieder „die wichtigen gesellschaftlichen Gruppen des Saarlandes repräsentieren“; also die üblichen Verdächtigen aus Politik, Kirchen und Gewerkschaften. Der SZ bleibt ein ähnliches Schicksal erspart. Hier kam es zu einer ‘Entberlusconisierung’, also einer Entflechtung von politischer Macht und Medieneinfluss:

Die von drei parteinahen Stiftungen (CDU, SPD und FDP) beherrschte Gesellschaft für staatsbürgerliche Bildung Saar mbH reichte ihre von der Georg von Holtzbrinck GmbH & Co. KG übernommene Verlagsmehrheit an die Rheinisch-Bergische Verlagsgesellschaft mbH („Rheinische Post“) in Düsseldorf weiter. Künftig halten die Rheinländer über die Saarländische Verlags-Invest GmbH 52,33 Prozent der Saarbrücker Zeitung Verlag und Druckerei GmbH. Die Gesellschaft für staatsbürgerliche Bildung und die „für die Mitarbeiterbeteiligung vorgesehene“ Beteiligungsgesellschaft Saarbrücker Zeitung behalten ihre ursprünglichen 26 bzw. 15 Prozent. Die übrigen 6,67 Prozent ruhen im Eigenbesitz der GmbH.


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Funke über Brost

Petra Grotkamp (69) hat die von ihr erworbene Brost Holding GmbH & Co. KG in die nach ihrem Vater Jakob Funke (1901-1975) benannte JF Verwaltungs GmbH & Co. KG eingebracht. Der konservative Funke gründete 1948 gemeinsam mit dem Sozialdemokraten Erich Brost (1903-1995) die „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“. Die WAZ ist die Keimzelle eines Medienkonzerns mit zuletzt 1,2 Milliarden Euro Umsatz. Eine Hälfte gehört der neuen Gesellschafterin der Brost Holding und die andere der Funke-Familien-Gesellschaft GbR, bestehend aus Petra Grotkamp, ihrer Schwester Renate Schubries (75) und dem Neffen Dr. Stephan Holthoff-Pförtner (63).


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Media Tribune QuizMedia Tribune-Quiz: Welcher Vorstandsvorsitzende trat sein Amt an, ohne bereits Mitglied dieses Organs gewesen zu sein?
a) August A. Fischer
b) Bernd Kundrun
c) Thomas Ostrowski


Antwort anzeigen »

a) August A. Fischer

Gus Fischer, der Eidgenosse mit dem britischen Pass, kam am 1. Januar 1998 zu Springer und blieb offiziell vier Jahre. Zuweilen blieb er tagelang in London und schwebte nur zur Stippvisite in Berlin ein. Deshalb bekam er den Spitznamen „Di Mi Do“.


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