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Theo Sommer: Unser Schmidt



„Dass der Altbundeskanzler zur ‚Zeit‘ kam, ist einem Geniestreich von Gerd Bucerius zu verdanken, dem Gründer und Inhaber des Blattes“, erinnert Autor und Ex-Zeit-Chefredakteur Theo Sommer in seinem Buch „Unser Schmidt. Der Staatsmann und der Publizist“ (Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2010. 416 S., 22 €). Bucerius, von 1949 bis 1962 Bundestagsabgeordneter der CDU, sah 1982 laut Sommer das Ende der damaligen sozialliberalen Koalition voraus; den Rücktritt Schmidt hielt er für möglich.


Theo Sommer: Unser Schmidt

Helmut Schmidt: »Politiker und Journalisten haben eines gemeinsam: Sie sollen heute schon über Dinge urteilen, die sie erst morgen verstehen.«

Also fragte er den ehemaligen Bundesbankpräsidenten Karl Klasen, mit dem beide befreundet waren, ob es vorstellbar sei, Helmut Schmidt als „Zeit“-Herausgeber neben Marion Gräfin Dönhoff zu gewinnen. Es dauerte dann zwar noch etwas, manche Zweifel mussten ausgeräumt werden, doch am 6. März 1983 schließlich zog der langjährige SPD-Vordere in die Führungsetage der „Zeit“ ein. Sommer: „Das Panoramazimmer über den Dächern Hamburgs wurde Helmut Schmidt zur publizistischen Heimstatt und Werkstatt.“

Nach der Schilderung der Geschehnisse rund um die „Rekrutierung“ Schmidts versucht Sommer eine Ausdifferenzierung der politischen Kompetenzen und Fähigkeiten von Helmut Schmidt – als Deutschland-, Europa-, Verteidigungs-, Sicherheits-, Außen- und Wirtschaftspolitiker, als Hanseat und Philosoph. Den Abschluss bildet ein Interview mit Helmut Schmidt, das Sommer führte.




Zum Autor:

Theo Sommer kam 1930 in Konstanz zur Welt. In Tübingen und den USA studierte er Geschichte und Politische Wissenschaften. Nach seinem Studium fing er 1958 bei der „Zeit“ an, zunächst im Ressort Politik, dann arbeitete er dort zwanzig Jahre als Chefredakteur. 1969/70 wurde Theo Sommer unter Bundesverteidigungsminister Helmut Schmidt zum Leiter des Planungsstabes im Bundesministerium der Verteidigung ernannt. Von 1992 bis 2000 war er Herausgeber der „Zeit“ und ist heute Editor-at-Large.

Coypright Bildquellen: Hoffmann und Campe Verlag GmbH, Klaus Kallabis

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